Jahresrückblick 2017

Ein spannendes Jahr liegt hinter mir, mit vielen Änderungen, neuen Situationen und ganz vielen tollen Menschen, die in mein Leben getreten sind. Hier erfährst du alles, was mich in diesem Jahr bewegt hat, welche Ziele ich erreicht habe und was für 2018 ansteht.

Anfang Januar stand es fest: mein Freund wurde nach Schleswig-Holstein versetzt. Nach 3 Jahren in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main stand wieder ein Umzug vor der Tür. Schweren Herzens kündigte ich meinen Job bei einem tollen Sportartikel-Online-Shop als Teamleiterin der Bildproduktion, mit dem Wissen, dass ich all meine lieb gewonnenen Kollegen und Kolleginnen ganz schrecklich vermissen werde. Ich hatte mir auch in den letzten 1,5 Jahren, seitdem ich meine Portraitfotografie im Nebengewerbe betrieb, einen tollen Kundenstamm im Rhein-Main-Gebiet aufgebaut. Die zahlreichen Freundschaften, die sich dadurch ergeben haben und all die wundervollen Menschen und Familien, die ich in der Zeit begleiten durfte, ließ ich ebenfalls nur schweren Herzens zurück – jedoch mit dem festen Versprechen, regelmäßig für Fotoshootings vorbei zu kommen!

Die nächsten Monate vergingen wie im Flug. Ich suchte nach Jobausschreibungen, die zu mir passten, wir begaben uns auf einen Wohnungsbesichtigungsmarathon und wurden zumindest dort sehr schnell fündig, Unser neuer Wohnort sollte Breitenfelde bei Mölln im Herzugtum-Lauenburg sein, ein wunderschönes Dörfchen mit ca. 1.800 Einwohnern. Ende März stand der Umzug an – 540 km – mit einem großen Transporter und der Katze auf dem Schoß brachen wir alle Zelte ab. Ein komisches Gefühl, wie drei Jahre zuvor, als ich Schwerin verlassen habe.

Es sollte so sein, dass ich keinen passenden neuen Job fand, ich sah dies als Zeichen, dass ich nun endlich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen sollte, ein Traum, den ich mir seit meiner Ausbildung verwirklichen wollte, wofür ich aber nie den Mut aufbringen konnte. Ich ging also zum Arbeitsamt, um den Gründungszuschuss zu beantragen, der mit aber leider nicht gewährt wurde. Doch für mich war das kein Grund, gleich den Kopf in den Sand zu stecken, ich dachte mir: jetzt erst recht! Nun wollte ich richtig Gas geben, um es mir und auch allen Anderen zu beweisen, dass ich es auch ohne Hilfe schaffe! Ich verteile ganz altmodisch Flyer, schaltete Facebook-Werbung und konnte bereits im 2. Monat Erfolge verzeichnen.

Wir lebten uns schnell in unserer neuen Maisonette-Wohnung ein. Nala, unsere Katze, hatte etwas Eingewöhnungsschwierigkeiten. Fast 2 Wochen hat sie sich nur verkrochen, kaum gefressen und nur mit uns geschimpft. Mit Feliway konnten wir sie dann langsam an ihr neues Zuhause gewöhnen.

Neben der Selbstständigkeit stand für mich bereits im Mai ein weiterer großer Schritt an: wieder Auto fahren. Ich habe meinen Führerschein mit 17 gemacht, also auf den Tag genau vor 10 Jahren. Seitdem bin ich aber kaum Auto gefahren, weil ich zum einen nie eins brauchte (Arbeit immer fußläufig zu erreichen) und zum anderen mit den Jahren eine regelrechte Panik entwickelte, mich wieder hinter das Steuer zu setzen. (Eigentlich total unbegründet, denn ich habe nie einen Unfall gebaut...) Doch ich nahm all meinen Mut zusammen, nahm nochmal ein paar Fahrstunden und kaufte mir mein erstes Auto – alles innerhalb von wenigen Wochen. Plötzlich überwand ich meine Angst, denn schließlich brauchte ich auch das Auto als Selbstständige auf dem Land. Da ich auch für einige Hochzeiten im Rhein-Main-Gebiet gebucht war, musste ich auch sehr bald weitere Strecken allein fahren. Nun bin ich bereits über 10.000 km allein gefahren und fühle mich sicher hinterm Steuer, singe laut zu meinen Disney-CDs mit und dieses Einparken klappt auch immer besser.

Schnell habe ich mich mit anderen Fotografen in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg angefreundet, bin auf viele Meet-Ups gegangen und habe Workshops besucht. Innerhalb kurzer Zeit habe ich so ein Netzwerk an Kollegen und auch vielen anderen Hochzeitsdienstleistern aufbauen können, in dem wir uns regelmäßig austauschen, weiterempfehlen und bei Stammtischen gemütlich zusammensitzen. So lernte ich auch Inga von der Agentur Traumhochzeit (Weddingplaner) kennen – ihre eigene standesamtliche Hochzeit durfte ich im Oktober fotografisch begleiten!

Kurz darauf stand meine erste Hochzeitsmesse an, es war nicht nur die erste Messe, die ich überhaupt besucht habe, sondern auch die erste, auf der ich selbst Aussteller war. Meinen Blogartikel dazu findet du hier.

Und so verging das Jahr viel zu schnell. 10 Hochzeiten und mehrere Assistenzen sowie zahlreiche Kundenshootings wurden mit einer neuen Begeisterung meinerseits fotografiert – es war eine wunderschöne Saison, mit tollen Paare, Familien, Babys und Einzelshootings. Ich bin für jeden einzelnen Auftrag, für all das Vertrauen, dass mir entgegengebracht wurde und jede Buchung, die bereits für 2018 eingegangen ist, so unglaublich Dankbar, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe bei Facebook 141 (!!!) neue Freunde – alles wundervolle Kunden, Kollegen und andere wundervolle Menschen, die ich kennenlernen durfte. 278 weiteren Leuten gefällt meine Facebook-Seite und bei Instagram habe ich meine Followerzahl um über 100% gesteigert. Dort starte ich im kommenden Jahr übrigens mit einem tollen Projekt, falls du mir also noch nicht folgst – klicke hier.
 

Mein Ziel, von meiner Selbstständigkeit bereits im ersten Jahr leben zu können, habe ich sehr gut gemeistert.

Umsatzziel ✓

Buchungen für über 10 Hochzeiten in 2018 ✓

Kooperationspartner ✓

Neukunden-Ziel – das habe ich leider nicht ganz erreicht. Darauf werde ich mich in den kommenden Monaten konzentrieren. Ich möchte mehr Kunden in meinem Umkreis für meine Arbeit begeistern, präsenter in der Umgebung werden und noch mehr Kontakte knüpfen.

Ein weiteres Ziel für 2018 ist ein persönliches: ich möchte mich gerne noch mehr mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, wieder mehr mit mir und meiner Umgebung in Einklang kommen und täglich daran arbeiten, eine „bessere Version von mir Selbst“ zu werden. Dafür habe ich tolle Hilfsmittel wie zum Beispiel die Bücher „Ein guter Plan“ und „Ein gutes Ziel“. Ganz viele Bücher stehen auch bereits im Regal, die ganz bald gelesen werden wollen.

Umsatzziele und genaue Pläne, wie ich diese erreichen möchte, habe ich auch bereits geschmiedet. Die Zahlen sind noch etwas erschreckend, denn im nächsten Jahr werde ich nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung fallen und muss somit Mehrwertsteuer ausweisen und abführen.

Doch ich freue mich auf all die neuen Herausforderungen, sowohl beruflich als auch privat und bin voller Tatendrang, all die Projekte, die ich mir vorgenommen habe, umzusetzen. Ich freue mich darauf, wieder so wundervolle Kunden mit meinen Fotos glücklich zu machen, auf das Strahlen in ihren Augen, wenn ich ihnen die Fotos übergebe und auf all die unvergesslichen Augenblicke, die ich für die Nachwelt für immer festhalten darf.

 

Rutsch gut rein und hab einen tollen Start in das neue Jahr!

 

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